Lions Club Wolfenbüttel übergibt Erlös der Kulturnacht


Wolfenbüttel - Mit einer Spende in Höhe von 5.000 Euro unterstützt der Lions Club Wolfenbüttel die Tafel des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Stadt. Die Summe kam im Rahmen der diesjährigen Kulturnacht im September zusammen und wurde nun pünktlich vor dem bevorstehenden Winter offiziell an die Tafel übergeben.
Engagement bei der Kulturnacht
Der Betrag kam durch den Verkauf am Stand der Lions neben der Kommisse zusammen. Mit Zwiebelkuchen, Getränken und einem musikalischen Rahmenprogramm begeisterte der Club die Besucher der Kulturnacht und erzielte so das beachtliche Spendenergebnis. Am Donnerstag überreichten Club-Präsident Knut Foraita und der Präsident des Lions-Hilfswerks, Jörg Emmert, die Spende an Björn Försterling und Frederike Schwieger vom DRK Wolfenbüttel.
Solidarität und Grundversorgung in der kalten Jahreszeit
Nachdem der Lions Club in den vergangenen zwei Jahren seinen Fokus vor allem auf die Unterstützung des Hospizwesens gelegt hatte, rückt nun die Arbeit der Tafel in das Zentrum des Engagements. Knut Foraita zeigte sich bei der Übergabe nachdenklich über die wachsenden gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Zahl der registrierten Kunden der Tafel liege mittlerweile bei rund 3.000 Menschen. Durch die gute Verkehrsanbindung des Eberts Hofs und der Tafel im Löwentor werde die Einrichtung längst nicht mehr nur von Bürgern aus der Stadt, sondern zunehmend auch aus dem ländlichen Raum in Anspruch genommen.
Foraita drückte dem Team der Tafel seinen tiefen Dank aus. Für viele Menschen sei eine verlässliche tägliche Versorgung mit Nahrung und Kleidung keine Selbstverständlichkeit mehr. Die Motivation für die Aktion war für den Club daher naheliegend: Da bei der Kulturnacht reichlich Essen und Trinken angeboten wurde, sollte der Erlös direkt dabei helfen, auch Menschen in Not angemessen zu versorgen.
Ein würdevolles Konzept für die Kunden
Björn Försterling nahm die Spende mit großem Dank entgegen. Er erklärte, wie wichtig solche finanziellen Zuwendungen sind, da die Tafel jährlich rund 100.000 Euro benötigt, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten und nicht zu stark auf Eigenmittel angewiesen zu sein.
Besonders hob er das Konzept in Wolfenbüttel hervor. Das erklärte Ziel der Einrichtung sei es, den Kunden das Gefühl eines normalen Einkaufs zu vermitteln und so Stigmatisierungen konsequent zu vermeiden. Im Gegensatz zu anderen Städten, in denen Bedürftige teils stundenlang in Schlangen warten oder Nummern ziehen müssen, arbeitet die Wolfenbütteler Tafel mit einer strukturierten Terminvergabe. Dieses System ermöglicht nicht nur eine gezielte Planung der Lebensmittelausgabe, sondern stellt auch sicher, dass alle Kunden ohne entwürdigende Wartezeiten die gleiche Menge an Lebensmitteln erhalten.